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Mi 25.04.2018 20:00 :

Organisierter „Lebensschutz“, christlicher Fundamentalismus und Antifeminismus.

INPUT: „Kulturkampf“ und Gewissen.


Diese Veranstaltung findet 20:00 Uhr im Café Freiraum der Hochschule Düsseldorf statt.


Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Die Anti-Abtreibungsorganisationen möchten nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führen auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Medizinethische und menschenrechtsbasierte juristische Argumentationsstrategien sind dabei eine Strategie, die den christlichen Fundamentalismus, der so gut wie alle Akteure grundlegend prägt, lediglich flankieren.
Die „Lebensschützer“ können sich auf gesellschaftliche Diskurse berufen, die auch von anderen Gruppen bestimmt werden: Das Spektrum von den rechtskonservativen „Christdemokraten für das Leben“ bis zur extrem rechten Zeitung „Junge Freiheit“ sehen die Demografiepolitik und eine Restauration konservativer Werte und Familienbilder als ihr Agitationsfeld. Das religiöse Spektrum verteidigt eine vermeintlich natürliche, gottgewollte christliche Ordnung. Der Antifeminismus formiert sich im Kampf gegen Gender Mainstreaming und reproduktive und sexuelle Rechte. Somit ist die „Lebensschutz“-Bewegung Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen Spektrums. Dieses bietet aktuell mit seinem gesellschaftlich erstarkendem Antifeminismus und vor allem seiner Behauptung, das Christentum sei durch „Islamisierung“ und Säkularisierung inzwischen eine bedrohte Minderheit, den Aufwind, von dem die „Lebensschutz“-Bewegung profitieren möchte.

Die in Kooperation mit dem Frauen*referat an der Hochschule Düsseldorf durchgeführte Veranstaltung möchte einen Überblick über die Akteure der „Lebensschutz“-Bewegung und ihre aktuellen Diskurse bieten. Die Veranstaltung findet am Vorabend auch im „Druckluft“ in Oberhausen statt, Beginn ist 19 Uhr.

Die Referentin Eike Sanders ist Mitarbeiterin des in Berlin ansässigen apabiz e.V. und des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus. Zum Thema der Veranstaltung veröffentlichte sie zusammen mit anderen Autor*innen die Bücher „Kulturkampf und Gewissen“ (2018) und „Deutschland treibt sich ab“ (2014).


INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf existiert seit 2002 und findet am letzten Mittwoch im Monat im
„Zentrum Hinterhof“, hin und wieder auch an anderen Orten statt. Aktuelle INPUT-Veranstalter: Antifaschistischer Arbeitskreis (HSD) und AG INPUT, in Kooperation mit: Antirassistisches
Bildungsforum Rheinland (ABR) und SJD – Die Falken Düsseldorf.



INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf existiert seit 2002
und findet in der Regel einmal monatlich statt, zumeist am letzten
Mittwoch im Monat im „Zentrum Hinterhof“, hin und wieder auch an anderen
Orten. Unregelmäßig werden zusätzliche INPUT-Spezial-Veranstaltungen
angeboten. Ankündigungen unter http://linkes-zentrum.de. Aktuelle
INPUT-Veranstalter: Antifaschis­tischer Arbeitskreis (HSD) und AG INPUT,
in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungs­forum Rheinland (ABR)
und SJD – Die Falken Düsseldorf.

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