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Di 10.07.2018 19:30 :

Kein Friede nirgendwo

Soziale Kämpfe in Kolumbien

Ende 2016 wurde in Kolumbien der Friedensvertrag zwischen Präsident Santos und der ältesten und größten Guerillagruppe Lateinamerikas, der Farc, unterschrieben.
Die Kämpfenden haben die Waffen abgegeben, die Farc eine Partei gegründet. Präsident Santos hat Ende 2016 den Friedensnobelpreis für das international beachtete Friedensabkommen erhalten.
Frieden? Die Zahl der Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien steigt, Proteste der indigenen Bevölkerung werden militärisch niedergeschlagen. Aktivist*innen der sozialen Bewegungen werden weiterhin durch Morddrohungen eingeschüchtert, die Morde an Menschenrechtsaktivist*innen nehmen zu, auch Armut, Gewalt und Ungleichheit in Kolumbien sind durch das Friedensabkommen nicht geringer geworden.
Von Frieden kann keine Rede sein!
Im März dieses Jahres fand die "Caravana de Solidaridad" statt, eine Solidaritätsreise von politischen Aktivist*innen aus Deutschland und Kolumbien. Während dieser Reise haben wir uns mit Aktivist*innen der sozialen Bewegungen getroffen, ausgetauscht, mit ihnen diskutiert und uns vernetzt. Von Gewerkschaften, über indigene Selbstverwaltungen, Bauernorganisationen, politische Gefangene und Menschenrechtsorganisationen.
Bei der Veranstaltung werden Teilnehmende der Reise Aspekte der politischen Situation in Kolumbien darstellen und dabei z.B. auf Spannungsfelder zwischen Staatsterrorismus, Paramilitärs, Konzernen und Guerilla eingehen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage: Wie ist die Situation für soziale Bewegungen in Kolumbien in Zeiten des sogenannten Postkonflikts, was bedeutet es, dort Aktivist*in zu sein? Und was bedeutet es, sich in ein solidarisches Verhältnis zu den Kämpfen vor Ort zu setzen?

Dienstag, 10.Juli um 19.30 Uhr im Linken Zentrum

Eine Veranstaltung von Alerta ! Lateinamerikagruppe Düsseldorf und ifuriosi [interventionistische Linke, Düsseldorf]

Linkes Zentrum Hinterhof - Corneliusstr 108 - Düsseldorf - www.linkes-zentrum.de | Login